Cerebralparese (CP) ist eine Art Bewegungsstörung, desweiteren gibt es
drunter die Athetose und die Ataxie wobei am häufigsten eine Mischform
dieser drei motorischen Beeinträchtigungen auftreten. Unter Cerepralparese
versteht man eine Hirnschädigung, die im allgemeinen nicht fortschreitend
ist und die verschiedenartige Beeinträchtigungen in der Koordination und
Muskeltätigkeit sowie dem Gleichgewichtssinn verursacht; mit der Folge
dass der Betroffene zumeist nicht fähig ist, eine aufrechte Körperhaltung
einzunehmen und gezielte Bewegungen auszuführen.
Häufig ist diese zentralbedingte Bewegungsbehinderung verbunden mit Beeinträchtigung
der Sprache, der Sehfähigkeit und der Hörfähigkeit nicht aber der Intelligenz
des Behinderten.
Sind wir mal Ehrlich, hat nicht jeder schon mal einen "CPler"
beobachtet und dabei gedacht "dieser arme Kerl" ohne überhaupt
nur einen blassen Schimmer zu haben ,wer oder was ein CPer ist. Jeder der
einen CP'ler kennt und die Möglichkeit hatte sich mit einem zu unterhalten
kann nur bestätigen das diese Leute kein Mitleid wollen und auch nicht
brauchen , darüber hinaus sind sie auch nicht arm , sondern sehr reich
an Selbstbewußtsein ,Lebensfreude ,Lebenslust und sehr Tolerant gegenüber
ihren Mitmenschen obwohl ihnen sehr oft Unverständnis und Abneigung entgegen
gebracht wird .
Im Sportbereich sind sie entsprechend der Art und Schwere ihrer Behinderung
in CP- Klassen eingeteilt. Die weniger Behinderten fahren im Wettkampf
handelsübliche Rennräder, während die stärker Behinderten ihre Rennen auf
Renndreirädern bestreiten.
Bei dieser Behinderungsart wird der Sinn des Behindertensports am deutlichsten
sichtbar wenn man sieht, dass ein schwerer Behinderter nur mühsam einige
Meter alleine gehen kann, dann aber auf seinem Sportgerät sitzend ohne
große Probleme 100 Kilometer und mehr abspulen kann (natürlich mit entsprechendem
Training)
Im Strassenrennsport werden Wettbewerbe im Einzelzeitfahren und im Strassenrennen
ausgetragen, die Streckenlängen liegen, je nach CP-Klasse, zwischen 5 km
und 20 km im Einzelzeitfahren sowie 20 km und 70 km im Straßenrennen. Bei
den Einzelzeitfahren werden auf einem Dreirad, abhängig von der Behinderung
der einzelnen Sportler, phantastische Zeiten mit einem Schnitt zwischen
25 und 35 km/h erreicht.
Es gibt viele Möglichkeiten an Rennen teilzunehmen, auf nationaler Ebene
z.B. bei Landesmeisterschaften, den Deutschen Meisterschaften (Bahn u.
Straße ) international werden Europacups z. B. in Belgien, Frankreich ,Österreich,
Tchechien,der Schweiz sowie Europameisterschaften , Weltmeisterschaften
und Paralympische Spiele ausgetragen um nur einige Highlights aufzuzählen.
Gottfried Müller
Aktivensprechen der Nationalmannschaft und Rheinland-Pfälzischer Fachwart
im Behinderten Sportverband.
Überarbeitung: Matthias Neumann 25.04.2003